Bügelfreie Hemden richtig waschen

Das Wäschebügeln gehört wohl zu den unangenehmeren Freizeitbeschäftigungen, ganz ohne kommt man aber dennoch nicht aus. Zumindest bei Business-Hemden haben Hersteller das Problem ihrer Kunden schon vor langem erkannt und wollen diese Arbeit überflüssig machen. Sie werben daher mit unterschiedlichen Begriffen wie „bügelleicht“, „easy-iron“, „non-iron“, „bügelfrei“ oder „knitterfrei“, wahlweise noch ergänzt durch Zusätze wie „extra-glatt“.

Was ist das besondere an bügelfreien Hemden?

Laut Textiletikett unterscheiden sich die bügelfreien Hemden* erst einmal nicht von herkömmlichen Hemden. Sie bestehen bei vielen Marken zu 100% aus Baumwolle. Bügelfrei werden sie erst dadurch, dass die Baumwollfasern bei der Entstehung des Hemdes mit einem aufwändigen Verfahren behandelt werden. Eine gängige Methode stellt die Trocken- oder Feuchtvernetzunge dar. Bei dieser werden die Baumwollfasern mit einer mikroskopisch feinen Schicht eines Kunstharzes imprägniert. Dadurch wird das Aufquellen der Fasern verhindert, das maßgeblich für feines Knittern des Hemdes verantwortlich ist. Durch die feine Verklebung der Baumwollfasern nach der Behandlung nimmt das Gewebe nach dem Waschen außerdem deutlich besser wieder seine glatte Ursprungsform an. Gelingt dem Hersteller diese Behandlung besonders gut, bezeichnet er das Hemd als bügelfrei*, bei mäßigem Endergebnis gerne auch als bügelleicht.

Wie wasche ich bügelfreie Hemden richtig?

Oft höre ich, dass Freunde und Arbeitskollegen ihre bügelfreien Hemden* dennoch bügeln müssen. Sicherlich gibt es Unterschiede zwischen Hemden verschiedener Hersteller, ja sogar zwischen einzelnen Modellreihen. Aus meiner Erfahrung hängt die Bügelfreiheit des Hemdes aber zu einem großen Teil von der richtigen Wäsche ab. Wenn du deine Hemden zuhause in der Waschmaschine selbst waschen möchtest, solltest du folgendes beachten:
  1. Wasche bei niedrigen Temperaturen. 20°C bis 40°C reichen für Hemden völlig aus.
  2. Belade die Waschmaschine nicht zu voll. Eine 7 kg-Waschtrommel solltest du beispielsweise mit maximal 7 bis 9 Hemden befüllen. Auf keinen Fall solltest du andere Kleidungsstücke wie Pullover oder Hosen dazugeben, diese lassen die Hemden beim gemeinsamen Waschen schneller verknittern. Die meisten modernen Waschmaschinen reduzieren die Wassermenge bei einer Teilbeladung automatisch.
  3. Wähle das richtige Waschprogramm. Am besten sind Programme mit sanften Waschbewegungen, das können zum Beispiel Fein- oder Handwaschprogramme sein.
  4. Schleudere mit geringer Drehzahl. Die Schleuderdrehzahl sollte maximal 600 Umdrehungen pro Minute betragen. Je feuchter die Hemden aus der Waschmaschine kommen, desto größer die Wahrscheinlichkeit, dass keine Falten entstehen.
  5. Hänge die Hemden sofort auf einen Bügel auf. Ziehe sie anschließend noch in Form.

Mit diesen Tipps solltest du den geringsten Bügelaufwand mit bügelfreien Hemden* erreichen. Kleine Falten und Knicke in Hemden, die trotz der oben genannten Tipps noch auftreten, lassen sich übrigens mit sogenannten Dampfbürsten oder Steamern* deutlich schneller als mit einem Bügeleisen entfernen.

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